Von der Schwierigkeit katholisch zu sein

www.katholisch.de

Ich finde es schwierig katholisch zu sein heutzutage, weil die Kirche als Institution aufgerüttelt wurde durch das ans Tage treten schrecklicher Verbrechen, und was es noch viel schlimmer machte, war das Schweigen, das darüber gelegt worden war. Es ist deshalb, aber auch weil die Kirche als Institution, also führende Gläubige, immer wieder und weiterhin nicht zögern Homosexuelle als Sünder zu bezeichnen, weil sie nicht nur Abtreibung ablehnen, sondern auch Verhütung ablehnen und mit gutem Recht damit für Entsetzen sorgen. Gleichzeitig bleibe ich katholisch in meinem Glauben und vertraue auch darauf, dass es durchaus Sinn macht dass diese Religion eine Institution auch als Basis hat.

Mein Glauben ist abseits von der Institution
Ich hoffe, dass sich mit diesem neuen Papst der Stil ändern wird mit der die Institution geführt wurde und denke, dass der Rücktritt von Benedikt ein guter Schritt dahin war. Mein Glauben ist abseits von der Institution. Ich habe schon lange eine Gemeinde gefunden, die die Pfarrerinitiative aktiv unterstützt und weit von dem entfernt ist, was an der Kirche kritisiert wird.

Ich gehöre zu den wenigen jungen Leuten, die jeden Sonntag aufstehen und in eine Messe gehen, gleichzeitig sind die wenigsten meiner Freunde überhaupt gläubig und die meisten können überhaupt nicht verstehen, wie ich an etwas glauben könne, dass sie bestenfalls als Legenden und eher noch als Ideologie begreifen.

Eine Botschaft der Liebe
Für mich bleibt das Christentum eine Botschaft der Liebe, also eine die in ihrem Kern alle Menschen als gleich ansieht, und diejenigen am Rande der Gesellschaft ins Zentrum rücken möchte. Etwas, das ich sehr gut mit meinen politischen Einstellungen vereinbaren kann. Die Institution die darüber gestülpt ist, finde ich wichtig, weil ich nicht der Meinung bin, dass Religion ohne Gemeinschaft gelebt werden kann und ich eine gewisse Kontrolle über Strömungen für richtig befinde. Aber dass die Art, wie dies unter den letzten zwei Päpsten geschah nicht in meinem Sinne war, liegt auf der Hand.

* Die Autorin dieses Textes möchte anonym bleiben.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Bitte die Buchstaben des captcha Bildes im Eingabefeld eintippen

Please type the characters of this captcha image in the input box

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>