Ein Traum: Eine Realität

(C) Dr. Christina Repolust

Ich habe das Journalistenkolleg absolviert
Der lang ersehnte Traum ist Realität. Ich bin als Schülerin direkt in den Journalismus geraten und habe meine Leidenschaft dafür entdeckt. Immer wieder dachte ich mir: Ich brauche ein Fundament. Ich habe alles in der Praxis gelernt und habe auf wenig Theorie zurückgreifen können. Immer wieder nahm ich mir vor zum einen oder anderen Kurs zu gehen und mich so weiterzubilden. Aber das ließ der Alltag nicht zu. Neben Studium, Arbeit und dem freien Journalist-Sein, ging sich das oftmals nicht aus. Als ich von dieser Ausbildung jedoch gelesen habe und gesehen habe welche hochrrangigen Namen (Armin Wolf, Ingrid Thurnher und viele mehr) diese Ausbildung absolviert haben, war ich einfach nur beeindruckt von dieser Institution. Das Kuratorium für Journalistenausbildung arbeitet seit 1978 an der Aus- und Weiterbildung der österreichischen Journalisten und sorgt somit für Qualität in den österreichischen Medien. Die umfangreiche Basisausbildung* (das Journalistenkolleg) schafft das professionelle Fundament für Journalisten: das journalistische Selbstverständnis im Bewusstsein und um die Verantwortung.
Nach einem langwierigen Aufnahmeprozess mit Schreibphasen, Gruppenarbeiten und Einzelngesprächen, werden exakt 16 Personen für diese Ausbildung ausgewählt. An diesem Tag nach dem Assessment-Center war ich so glücklich und erschöpft, das hinter mir gebracht zu haben, sodass ich mir dachte, diese Ausbildung ist einfach keine Kleinigkeit. Auch dafür zu zahlen war mir nicht zu schade. Als ich erfahren habe, dass sie mich ausgewählt haben, war ich sehr erfreut und habe mir nur das Beste erwartet.

Schreibtrainer, Radio-Journalisten, VJ´s…
Schreibtrainer aus Deutschland, Journalisten der Süddeutschen und der Zeit, Radiojournalisten vom ORF, hochkarätige Referenten und weitere Gäste haben uns aus der Praxis berichtet und keine Frage offen gelassen. Angefangen bei Wolf Schneider, der Guru eines (fast) jeden Journalisten, der unsere Texte bis aufs Letzte zerfetzte und jedes überflüssige Wort wegstrich. Bis hin zum Videojournalist Hans Zimmermann, der uns zeigte wie Videojournalismus funktionieren kann und was es braucht, um gute Filme zu liefern. Auch Sprechtrainings und Insidertipps zum Radio-Machen haben wir aus erster Hand bekommen. Wir haben aber auch einen Einblick in aktuelle Diskussionen aber auch in ethisch-unverrückbaren Grundhaltungen erhalten und dabei ganz besondere persönliche Eindrücke bekommen. Eine total abwechslungsreiche Zeit, bei der nichts gefehlt hat. Nicht zu vergessen ist unser Abschlussprojekt. In einer Woche haben wir eine Zeitung geplant, gelayoutet, Artikel durchgedacht, recherchiert und geschrieben. Und das mulitmedial online ebenso präsentiert.
Heute blicke ich auf vier Module zurück, in denen ich jede Menge journalistisches Handwerk und viel Wissen mitgenommen habe. Vorallem auch die letzte Woche, in der wir ein eigenens Produkt erstellt haben und alle neuerworbenen Kompetenzen unter Beweis stellen konnten, war eine unvergessliche Erfahrung.

Ich danke allen, die mir das ermöglicht haben.

*Wer genauer wissen will, was wir gemacht haben, kann sich die Inhalte der vier Module hier unten anschauen:

Modul 1
› Journalismus: Aufgabe, Verantwortung und Berufsrolle
› Themenfindung, Nachrichtenwerte
› Storytelling 1: Klare Sprache
› Darstellungsform Nachricht
› Visueller Journalismus 1: Pressefotografie
› Multimedia Storytelling

Modul 2
› Recherche
› Hintergrundwissen 1: Politik
› Analytisches Arbeiten
› Darstellungsform Kommentar
› Darstellungsform Glosse
› Auftreten, Persönlichkeit, Stimme
› Kommunikationstechniken
› Darstellungsform Interview

Modul 3
› Hintergrundwissen 2: Wirtschaft
› Kreative Arbeitsmethoden
› Storytelling 2: Textstruktur und Dramaturgie
› Darstellungsform Reportage
› Darstellungsform Feature
› Medienrecht
› Politische Kommunikation

Modul 4
› Visueller Journalismus 2: Layout und Infografik
› Medienlandschaft und Medienforschung
› Hintergrundwissen 3: Public Relations
› Visueller Journalismus 3: Videojournalismus
› Darstellungsform Porträt
› Redigieren
› Unternehmerischer Journalismus
› Arbeitsrecht
› Zukunft und Entwicklungen

Crossmediales Abschlussprojekt
› Anwendung der neuen Kompetenzen
› Entwicklung von Konzept und Redaktionsstruktur
› praktische Umsetzung

1 Comment Ein Traum: Eine Realität

  1. elisabeth wasserbauer

    Danke für die Blumen! Und: Eine gute Ausbildung lebt auch und vor allem von den guten Journalistinnen, die sie machen.

    Reply

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