في أمل

في أمل إيه في أمل

Is there hope – Yes there is hope

Gibt es Hoffnung – Ja es gibt Hoffnung

http://fairouzandi.blogspot.co.at/2013_05_01_archive.html

Fayruz. Sie ist die populärste Sängerin des Libanons und eine der bekanntesten im mittleren Osten. Während des libanesischen Bürgerkriegs von 1975 bis 1990 verließ sie den Libanon nicht. Sie blieb in ihrer Heimat, fürchtete sich nicht. Fayruz festigte damit ihren guten Ruf in der arabischen Welt.

Inspiriert. Täglich sterben Menschen vor Hunger. Täglich versuchen Menschen vor ihrem Leben zu flüchten, in eine bessere Welt. Täglich erkranken Menschen. Täglich trauern Menschen. Heute haben wir alle möglichen technischen Möglichkeiten, Bilder aus aller Welt zu empfangen. Eine Auswahl dieser Menschen zu sehen, zu hören, mit ihnen mitzuempfinden. Das löst in mir Trauer aus. Ein Gefühl der Ohnmacht.

Dennoch…

Täglich arbeiten Menschen für eine bessere Welt. Täglich kämpfen Menschen für eine gerechtere Welt. Täglich lächeln Menschen. Wir haben alle Möglichkeiten die Lust am Leben nicht zu verlieren und weiterzugehen. Ja, haben wir! Wir haben wundervolle Menschen. Menschen, die aus den kleinen Steinen, Häuser bauen. Menschen, die Blumen pflanzen und Menschen, die ein Lächeln auf Gesichter zaubern. Ja. Wir haben jeden Grund die Hoffnung nicht zu verlieren. Wir haben den Glauben an eine bessere Welt, an das Gute im Menschen. Nein. Wir dürfen nicht aufhören das Schöne am Leben zu sehen, zu finden, zu spüren. Wir haben den Traum, die Inspiration. Die dürfen wir nie hergeben.

Vienna 1220

Lächeln. Es gibt Millionen Gründe nicht aufzugeben. Als junges Mädchen auf Reisen mit meinem Vater in Ägypten, wunderte ich mich immer aufs Neue über dieses Volk. Wie kann man so wenig haben und immer noch so eine Freude ausstrahlen? Wie geht das? Ein Lächeln. Ein Lächeln reicht, um das Beste aus dem Moment zu machen und weiterzugehen. Es ist der Humor. Es ist die Liebe zum Leben. Es ist ‚Tawwakul‘ – eine Art sich auf eine höhere Macht zu verlassen. Ägypter sagen sehr gerne: „Chaliha ala Allah“. Mach dein Bestes und überlasse den Rest deinem Herrn. Er wird das schon hinrichten. Denke nicht übertrieben nach und mach dich nicht fertig, aber versuche das Beste aus deiner Zeit zu machen. So ungefähr kenne ich die ägyptische Mentalität. Auch dieser ‚Reda‘- eine Zufriedenheit tief im Inneren mit allem was kommt, mit allem was ist und allem woran man nichts ändern kann. Eine Unbeschwertheit, die trotz all den weltlichen Herausforderungen und Krisen besteht, wächst und gedeiht.

Hoffnung. Dieses Lied begleitete mich durch die Jahre. Nie habe ich es so gut verstanden, so sehr gebraucht wie jetzt. Auch wenn ich genau fünf Wörter daraus mitgenommen habe. Es erinnert mich immer wieder: Die Frage nach der Hoffnung muss ich gar nicht stellen, denn JA es gibt Hoffnung. Und die Hoffnung gibt es solange, solange es uns gibt. ‚Fi Amal‘, muss im Arabischen gar nicht als Frage verstanden werden, sondern kann und ist als Tatsache anzunehmen. Es gibt Hoffnung. Ja, es gibt Hoffnung. Fayruz fürchtete keinen Krieg. Sie lief nicht davon. Nein. Sie blieb und schaffte den Menschen auf ihrer Weise Hoffnung. Mit uns lebt die Hoffnung weiter.

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