Salah aus Damaskus

Horn am 24.07.2015
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‚Seit acht Wochen bin ich hier. Ja, ich lerne Deutsch. Wie ein kleines Kind, das die Sprache zum ersten Mal erlernt. Ich habe eine lange Reise hinter mir. Vor drei Jahren wusste ich, ich muss Syrien verlassen. Keine Zukunft, habe ich dort mir ausdenken können. Ich ging mit meinem Bruder nach Ägypten. Aber die Syrer dort, die, die es geschafft haben, die nutzen dich nur aus. Wir haben dann ein Laden geöffnet, Cocktails und so Säfte. Nach einiger Zeit hat uns ein Ägypter reingelegt. Er bezahlte uns schlecht, nahm unsere Idee und nutzte uns noch mehr aus. Ich habe dann bei einem Muslimbruder gearbeitet. Die waren gut zu mir. Wir transportieren Chips zu den einzelnen Läden. Dann als Mursi gestürzt wurde, wurde das Geschäft von Militär gesperrt und ich ging nach Syrien zurück.In Damaskus, zu Hause, schien das Leben für eine kurze Zeit wieder normal zu verlaufen. Bis man mich zum Militärdienst aufrief. Aber ich wollte nicht kämpfen und bin geflohen.

In Österreich ist es gut. Ich wünsche mir nur, dass ich meine Frau und meine Tochter retten kann. Mehr will ich nicht. Die Sprache kann ich lernen, das ist kein Problem. Aber wenn ich einen freien Kopf hätte. Ich mache mir Sorgen um meine Familie.‘

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