Balkis, 23 aus Quneitra (Syrien)

Balkis im Pfarrhof in Horn

„2012 sind wir in die Türkei gegangen. Ich war mit meiner Mutter zwei Jahre dort, während mein Vater und mein Mann flüchteten und Familienzusammenführung beantragten. Ich wollte schon in Istanbul studieren, aber wir hatten kaum Geld, mussten uns irgendwie über Wasser halten. Damals war ich auch schwanger, mein Mann fand keine Arbeit in der Türkei, dann fand er eine, wurde aber betrogen und entschloss sich zu flüchten. Das war eine sehr schwierige Zeit für mich. In der Zeit habe ich aber die türkische Sprache erlernt und Freundschaften geschlossen. Heute lebe ich im Pfarrhaus in Horn. Ich lerne Deutsch. Österreich habe ich immer schon geliebt. Die Stadt Wien, Mozart und all das. Als mein Mann flüchtete wollte er nach Schweden und wir haben uns ausgemacht, dass wir dann bald Wien besuchen würden. Als er in Österreich ankam, wurde er von der Fremdenpolizei aufgehalten und musste hier bleiben. Irgendwie habe ich mich gefreut, zugegeben. Ich liebe Österreich jetzt noch mehr. Ich habe Freundinnen aus überall. Mit einer Ukrainierin kann ich mich super verständigen, weil ich Turkmenin bin und auch Russisch, Turkmenisch, Arabisch und Türkisch spreche. Ich freue mich auf die kommende Zeit. Wenn wir unsere Bescheide erhalten, arbeiten und studieren können. Ich werde Wirtschaft studieren.“

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