Über Nermin Ismail

Nermin Ismail ist Journalistin in Wien. Sie schreibt für diverse Tageszeitungen und arbeitet nebenberuflich auch beim ORF.

Die Prinzessin der Rhythmen

Véro La Reine will die kamerunische Bikutsi-Musik von Österreich aus in die Welt tragen. Ein Porträt der Sängerin von Nermin Ismail.

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Voller Elan und für ihre Bühnenperformance bekannt: Véro La Reine singt am 30. Mai beim Südwind Straßenfest im Alten AKH in Wien.

Ohne Musik geht es nicht. Wenn Véro La Reine morgens aufsteht, legt sie Bikutsi auf und tanzt los. Bikutsi? Das ist der Name der traditionellen Musik der Béti in Südkamerun. Das Wort weist auf eine typische Tanzbewegung der Musikrichtung hin. „Bikutsi ist mein Leben. So muss der Tag anfangen“, sagt Véro La Reine.

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Konvertitin: „Meine Familie akzeptiert mich nicht als Muslima“

PORTRÄT | NERMIN ISMAIL
1. April 2015, 07:00

Silke Kettmann trat vor vier Jahren zum Islam über und rief in Wien das Projekt „Hatice“ ins Leben, das Musliminnen in Notlagen hilft

Ihre Sprache verrät ihre Herkunft. Silke Kettmann ist in Ostdeutschland auf die Welt gekommen und groß geworden. Mit 21 Jahren kam sie als Republikflüchtling nach Bayern. 2002 führte sie ihr Weg nach Wien, wo sie „ein ziemlich normales Leben“ führte. Ihr ehemaliger Mann war Diplomat. Mit ihm ist sie nach Österreich gekommen. Ihre Familie ist zurück nach Deutschland gegangen, doch sie blieb in Wien. Von einer selbstständigen Zahntechnikerin zur Künstlerin bis hin zur Begleitlehrerin und Sozialarbeiterin hat sie alles probiert.

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„Wir wissen wenig über Ägypten”

Regisseurin Alexandra Schneider erzählt von ihrer Arbeit in Ägypten. Ein Gast-Interview von Nermin Ismail.

Zum ersten Teil des Interviews: „Mit Mursi setzte Entsetzen ein“

Nermin Ismail: Wie schätzen Sie die derzeitige Lage in Ägypten ein?
Alexandra Schneider: Es ist jetzt so eine Pendelbewegung, die von der Straße mehr innerhalb der Hausmauern geschwappt ist. Der Diskurs muss innerhalb der Häuser weitergehen. Patriarchale Strukturen müssen in Frage gestellt werden. Es ist auch im Beruflichen kaum üblich, dass man eigenverantwortlich arbeitet, man hat einfach Vorgesetze, die alles diktieren. Solche Dinge gehören auch dazu, wenn eine ganze Gesellschaft auf Dauer demokratischer werden will. In Europa war das auch ein langer Prozess.  Nach der Französischen Revolution kam auch Metternich und Biedermeier, ein Polizeistaat mit Spitzelwesen, trotzdem gab es diese Kultur der Diskussion und diese Bürgersalons. Es ist vielleicht nicht so offensichtlich, was passiert, aber es passiert etwas. Erst dann kannst wieder auf die Straße gehen.

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Alexandra Schneider: „Mit Mursi setzte Entsetzen ein”

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Ein Film erzählt von der Zeit nach der Revolution in Ägypten. Im Mittelpunkt steht die neue ägyptische Generation – Opfer und Heldinnen

Regisseurin Alexandra Schneider erzählt  von ihrer Arbeit in Ägypten und ihrem neuen Dokumentarfilm „Private Revolutions“, der derzeit in den österreichischen Kinos zu sehen ist. Im Film begleitet sie eine Bankerin, die ihre Karriere für ihren Traum aufgibt, eine Muslimschwester, die für die Kampagne Mursis arbeitet und zwei weitere Revolutionärinnen. Ein Gast-Interview von Nermin Ismail.

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#muslimlivesmatter #chapelhillshooting

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Es ist Dienstagabend. Razan, 19-jährige Architekturstudentin, kommt ihre frisch verheiratete Schwester Yusor und ihren Ehemann Deah besuchen. Die beiden haben erst vor kurzer Zeit, Ende Dezember, geheiratet. Es hätte ein normaler, schöner, angenehmer Abend sein können, doch er endete ganz anders. Die drei StudentInnen werden in Chapel Hill nahe der North California State University von ihrem Nachbarn Craig Stephen Hicks erschossen. Er stellt sich kurz nach der Tat. Einen Tag später erzählt seine Frau von einem Disput mit den Nachbarn aufgrund der Parkplatzsituation. Sie möchte klarmachen, ihr Mann sei kein Rassist gewesen, die Tat hätte er nicht aus Hass begangen. Doch die Eltern und Angehörigen der Opfer haben anderes zu berichten. Yusors Freundin Amira Ata spricht in einem Interview von Drohungen und auch ihr Vater weiß, dass seine Tochter Angst vor dem Nachbarn hatte. Der Tod der drei StudentInnen hat die Welt gerüttelt. Auf der ganzen Welt haben sich tausende Menschen gesammelt, um diesen Menschen zu gedenken und der Familie zu zeigen, dass die Welt ihnen beisteht.

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„Vor den Kopf gestoßen“

Anas Schakfeh Foto: Clemens Fabry

Der ehemalige Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich äußert sich zum neuen Islamgesetz, das er als Sicherheitsgesetz einstuft. Im Gespräch mit Nermin Ismail erklärt er warum die Muslime bisher Rechtssicherheit genossen haben und warum die Novellierung eine Ungleichbehandlung bedeutet.

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Vier Jahre nach Mubarak

Vor zwei Tagen, am 8. Februar, wurden 22 junge Ultras- Fans in Kairo getötet. 2012 waren es 70 Jugendliche, die in einem Fußballstadion in Port Said, bei einem Massaker starben. Am 11. Februar 2011 trat Mubarak zurück. Von der Hoffnung auf eine bessere Zukunft, auf Verbesserung und Veränderung ist heute, vier Jahre später, nichts übrig geblieben.

(c) EPA

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Vergangener Sonntag in Paris…

Die Attentate von Paris haben mich vor allem als Mensch und als Journalistin erschüttert. Nachdem ich von der Reise der Muslimischen Jugend gehört habe und mich spontan entschlossen habe mitzufahren, um diese geschichtsträchtigen Momente in Paris festzuhalten, gestaltete ich diesen Beitrag für den ORF.

Eine sehr berührende Erfahrung. Eine sehr besondere Geschichte.

 

Für die Freiheit, gegen den Hass

Dieser Kommentar anlässlich des Pariser Attentats ist in einer kürzeren Fassung am 09.01.2015 im Standard erschienen.

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Wut und Trauer beschreiben die Gefühle vieler Menschen, die sich mit dem Weltgeschehen beschäftigen. Gewalt, Hass und Tod stehen mittlerweile auf der Tagesordnung. Dschihadisten in Syrien, Radikale in Österreich, Pegida in Deutschland und eine Frau die regelmäßig im öffentlichen Raum Musliminnen bespuckt, haben Eines gemeinsam; Sie alle hassen. Ihr Hass führt sie zu gewalttätigen Handlungen, denn sie können keine Vielfalt akzeptieren und fühlen sich verpflichtet „Andere“ zu bekämpfen. Diese Gewalt sei sie physischer oder psychischer Natur schmerzt. Umso mehr, wenn sie im Namen von einer gesamten Religion und ihren Anhängern stattfindet.

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Wien: Muslimin im AKH beschimpft und angespuckt

12.12.2014 | 16:06 | Nermin Ismail

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Studentin Dina Mohammed wird in Wien von einer unbekannten Frau mehrmals angespuckt. Die Passanten zeigen keine Zivilcourage. Sie ist so mutig, dass sie die Spuckerin mit ihrer Kamera verfolgt und verfilmt. Im Interview mit Nermin Ismail erzählt sie von einem eigenartigen Vorfall und von der Unzuverlässigkeit der Polizei.

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