Religion: Wie Muslime Weihnachten feiern

Junge Muslime in Österreich sehen Weihnachten als eine österreichische Tradition, die sie auch zelebrieren wollen. Nur eine religiöse Bedeutung messen sie dem Fest nicht bei.

„Ich liebe Weihnachten“, sagt Salma. Wenn der Geruch von Apfel, Zimt und Weihnachtsgebäck in der Luft liegt und die Straßen liebevoll geschmückt und mit Lichterketten beleuchtet werden, freut sich die 20-Jährige. Salma ist keine Christin, aber in Wien geboren und groß geworden. Und für sie ist die Weihnachtszeit eine schöne Tradition. Der Frage, ob denn auch Muslime Weihnachten feiern, begegnet Salma zu dieser Jahreszeit nicht selten.
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Gastbeitrag: Grießkoch mit Kakao

Eine Geschichte von Menerva Hammad über die „Heimat“ und ihr geliebtes Vienna.

Dunkle Augen wie der Nachthimmel Alexandrias 

Wenn man in einer Stadt schon so lange lebt, dass man in fast jeder Straße eine besondere Erinnerung hat, ist das dann Heimat? Wenn man in einer anderen Stadt vielleicht nur zwei Monate des Jahres verbringt und die Sprache nicht einmal perfekt beherrscht, ist das dann ein verlängerter Urlaub? Wenn all deine schönen Erlebnisse genau dort stattfinden, wo du geistig gar nicht bist, wo du körperlich auch gar nicht sein willst, aber sein musst, haben sie dann überhaupt stattgefunden, diese Erlebnisse? Sind sie dann alle echt, deine Erinnerungen? Es ist das Leben das mit uns geschieht während wir es planen. Weiterlesen …

Pass­kon­trolle in Ams­ter­dam: Ihr Gesicht ohne Tuch, bitte!

Auf mei­ner Reise nach Ame­rika

Sor­gen- habe ich mir eigent­lich keine gemacht. Was soll schon pas­sie­ren? Ich könnte ver­däch­tigt wer­den? Mir könn­ten komi­sche Fra­gen gestellt wer­den? Viel­leicht wol­len Sie wis­sen ob ich Ver­bin­dun­gen zu ter­ro­ris­ti­schen Orga­ni­sa­tio­nen habe, oder ob ich schon mal in Afgha­nis­tan oder Pakis­tan war. Aber so wie ich bin, gehe ich immer vom Guten aus. Alles wird gut lau­fen. Warum soll ich mir im Vor­hin­ein Sor­gen machen? Mich fer­tig machen? Alle worst-case sce­na­rios im Kopf durch­spiele las­sen. Wozu bitte? Ich mache mich zwar auf alles gefasst, bin aber mit einer posi­ti­ven Ein­stel­lung von zu Hause los­ge­gan­gen.

Aber wenn schon was geschieht, dann in Ame­rika, nicht in Wien, nicht in Ams­ter­dam. Doch irgend­wie kam es anders.
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Schlecht in Deutsch? Endstation Sonderschule

Bildung. Rund 30 Prozent der Sonderschüler haben Migrationshintergrund – Experten klagen, dass sie häufig wegen Sprachproblemen vorschnell aus der Regelschule abgeschoben werden. 

Wien. Kommt in Deutsch nicht mit, kann in Mathe nicht folgen, ist auffällig und stört den Unterricht. Ein Befund für Schüler, der allzu oft in die Sonderschule führt. Und ein Weg, der von Kindern mit Migrationshintergrund überproportional häufig beschritten wird: 29,1Prozent der Sonderschüler haben eine nicht deutsche Umgangssprache – das sind 3767 von 13.198 Sonderschülern. „Ja, ganz klar sind die Kinder mit Migrationshintergrund, deren Eltern aus einer bildungsfernen Schicht kommen, benachteiligt“, sagt Bildungsexpertin Heidi Schrodt.
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erinnern und gedenken

Der Gipfel aller damaligen Geschehnisse während des Angriffskriegs gegen Bosnien-Herzegowina war das Massaker an den BosniakInnen in der UN-geschützten Enklave Srebrenica, welches im Juli 1995 von großserbischen Nationalisten begangen wurde. In nur wenigen Tagen an jenem Juli wurden über 8.300 Menschen getötet, vor allem Männer und Knaben im Alter von 12 bis 77 Jahren. Die Geschehnisse in der Enklave Srebrenica gelten als das schlimmste Massaker in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Internationale Gerichtshöfe in Den Haag haben dieses Verbrechen mehrmals als Völkermord anerkannt und verurteilt.

*Dieser Beitrag ist im ORF Religionsmagazin „Religionen der Welt“ erschienen.

Fastenbrechen für Anfänger

„Ramadan – Teilen ohne Grenzen“, so lautet der Titel eines Pilotprojektes der muslimischen Jugend Österreich. Im islamischen Fastenmonat Ramadan wollen junge Muslime und Musliminnen auch sozial tätig werden – auf unterschiedlichste Art und Weise.

*Dieser Beitrag ist im ORF Religionsmagazin „Religionen der Welt“ erschienen. Gestalterinnen sind: Ursula Unterberger und Nermin Ismail

„Österreich ist das islamischste Land der Welt“

Vor 20 Jahren flohen 90.000 Bosniaken nach Österreich. Was aus ihnen wurde, wie sie heute leben, und warum sie hierzulande vor allem die freie Glaubensausübung schätzen – eine Nachschau.

Wien. Für so manchen österreichischen Bosniaken ist 2012 ein markantes Jahr: Einerseits feiert dieser Tage das Islamgesetz sein 100-jähriges Bestehen, andererseits kamen viele von ihnen vor 20 Jahren und im Zuge des Balkankrieges ins Land. Doch wie leben diese Menschen heute?

„Ich bin glücklich und zufrieden, Österreicher zu sein“, sagt Ismet Hurtic. Der Salzburger ist 1992 mit der Hilfsorganisation „Nachbar in Not“ im Zuge des Bosnien-Kriegs nach Österreich geflüchtet. In diesem Jahr begann die Belagerung Sarajewos. „Die Wahl auf Österreich fiel spontan“, erzählt er heute. Immerhin war es eine Kriegssituation, in der man nicht viel Zeit zum Nachdenken habe.
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Islam und Mode: Ein Kopftuch für jeden Stil

Der Begriff “Kopftuch” führt in die Irre – denn es gibt unzählige Arten, wie Muslimas ihren Kopf bedecken. Vier junge Frauen sprechen über ihre Motive, ihren individuellen Stil und wo sie ihre Kopftücher kaufen.

„Brauchst du nicht voll lange, um dieses Tuch zu binden? Und ist es nicht umständlich?“ Mariam steht auf, nimmt das Kopftuch ab, legt es auf den Tisch. Alle Blicke richten sich auf sie – warum macht sie das? „Darunter trage ich eine Art Stirnband, das auch farblich zum Outfit abgestimmt ist“, sagt sie mit ruhiger Stimme und zieht auch dieses runter.

Die 20-Jährige ist nicht das erste Mal bei einer dieser Veranstaltungen, bei denen es um interkulturellen, interreligiösen Dialog geht. Bei denen sie die Chance nutzen will, selbst zu Wort zu kommen – und sich nicht über Medien und Politiker definieren zu lassen. Diesmal ist es ein fraueninterner Workshop im Rahmen einer Veranstaltung zum Thema Islam in Österreich. „Ich wurde immer als Oberösterreicherin gesehen. Jetzt auf einmal bin ich die Ausländerin“, erzählt sie.
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Ägypten, Ein Jahr nach Mubarak – Die unvollendete Revolution

(c) Jasmin Ismail

Der Tag an dem Mubarak gegangen ist jährt sich also erstmals. Aber spätestens nach den Ereignissen in Port Said ist nichts mehr wie bisher. Das Vertrauen ins Militär ist geschwunden. Der Tahrir Platz, einst Symbol für Widerstand und Hoffnung, hat seinen Glanz verloren. Er ist leer, beängstigend, enttäuschend. Nermin Ismail berichtet aus Kairo.

Kairo, 10. Februar – Es ist Freitagmittag- der Ruf zum wöchentlichen Gebet ertönt aus den Lautsprechern einer jeden Moschee. Auch in der Moschee, nebenan wird erhofft eine große Menge an Menschen zu erreichen, um ihnen vom geplanten Generalstreik abzuraten. Auch Al-Azhar die anerkannte religiöse Instanz des Landes ist dagegen. Die wirtschaftliche Lage sei im Moment katastrophal.
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I am from Austria

Unter dem Motto „I am from Austria“ haben muslimische Jugendliche, mit Kameras ausgestattet, ihren österreichischen Alltag ins Bild gerückt.

*Dieser Beitrag ist im ORF Religionsmagazin „Religionen der Welt“ erschienen. Gestalterin: Nermin Ismail

Fehlentscheidungen und ihre „fürchterlichen Folgen“

Buchrezension. Zehn Thesen zum prekären Verhältnis zwischen dem Westen und der islamischen Welt.

Wien. – „Ihr würdet euch wundern, mit wie wenig Verstand die Welt regiert wird.“ Mit diesem Zitat von Papst Julius II. leitet Jürgen Todenhöfer den Leser in eine erbarmungslose Geschichte ein. Ignoranz sei oft genauso gefährlich wie Bosheit. „Viele Fehlentscheidungen des Westens gegenüber der muslimischen Welt hängen mit der Unkenntnis einfachster Fakten zusammen“, fährt Todenhöfer fort.

Geschämt habe er sich immer wieder bei seinen Reisen im Irak, in Afghanistan und weiteren muslimischen Ländern aufgrund des Unsinns, den westliche Politiker und Publizisten über die muslimische Welt verbreiteten. Mit der Scham könne man leben, doch nicht mit den „fürchterlichen Folgen“, die die politische Führung der westlichen Mächte anrichtet.
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Fachtagung: Gelungene Integration durch Religionsunterricht?

(c) www.irpa.ac.at

Was Religionsunterricht bringt, wie er zur Integration beitragen kann und welche Herausforderungen im interreligiösen Unterricht stecken – diese Fragen standen bei der Fachtagung „Religionsunterricht und säkularer Staat“ im Mittelpunkt.

Am 3. und 4. November fand eine Fachtagung mit dem Titel “Religionsunterricht und säkularer Staat” in den neuen Räumlichkeiten des Hochschulstudiengangs für das Lehramt für Islamische Religion (IRPA) in Wien Liesing statt. Hochrangige PädagogInnen und WissenschaftlerInnen aus ganz Europa wie unter anderem Paul Zulehner, Bülent Ucar, Anton Pelinka, Tarek Badawia und Susanne Heine thematisierten die dialektische Beziehung von Religiosität und Schule. Unterstützt vom Staatssekretariat für Integration des Bundesinnenministeriums sowie vom Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten, standen im Zentrum der Tagung auch Thematiken rund um dem säkularen Staat und Religion.
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