Vier Jahre nach Mubarak

Vor zwei Tagen, am 8. Februar, wurden 22 junge Ultras- Fans in Kairo getötet. 2012 waren es 70 Jugendliche, die in einem Fußballstadion in Port Said, bei einem Massaker starben. Am 11. Februar 2011 trat Mubarak zurück. Von der Hoffnung auf eine bessere Zukunft, auf Verbesserung und Veränderung ist heute, vier Jahre später, nichts übrig geblieben.

(c) EPA

(c) EPA

Weiterlesen

Die Hoffnung ist dahin

Hamza Namira, ein gesellschaftskritischer ägyptischer Sänger, hat ein neues Lied auf den Markt gebracht. Er drückt die Wut, die Trauer und das Leid vieler Ägypter aus. Vor allem aber auch spricht er die Zerspaltung des ägyptischen Volkes an und ihre Hoffnungslosigkeit.
„Ich will nie wieder nach Ägypten“, teilte mir eine Freundin, nach ihrem letzten Aufenthalt in Kairo, mit. Die Menschen seien frustriert wie noch nie zuvor. Die Hoffnung sei dahin. Genau diese Gefühle versucht Namira in seinem neuen Song: „Und was soll ich dir nur sagen?“ musikalisch auszudrücken. Weiterlesen

Ägypten, Ein Jahr nach Mubarak – Die unvollendete Revolution

(c) Jasmin Ismail

Der Tag an dem Mubarak gegangen ist jährt sich also erstmals. Aber spätestens nach den Ereignissen in Port Said ist nichts mehr wie bisher. Das Vertrauen ins Militär ist geschwunden. Der Tahrir Platz, einst Symbol für Widerstand und Hoffnung, hat seinen Glanz verloren. Er ist leer, beängstigend, enttäuschend. Nermin Ismail berichtet aus Kairo.

Kairo, 10. Februar – Es ist Freitagmittag- der Ruf zum wöchentlichen Gebet ertönt aus den Lautsprechern einer jeden Moschee. Auch in der Moschee, nebenan wird erhofft eine große Menge an Menschen zu erreichen, um ihnen vom geplanten Generalstreik abzuraten. Auch Al-Azhar die anerkannte religiöse Instanz des Landes ist dagegen. Die wirtschaftliche Lage sei im Moment katastrophal.
Weiterlesen …