I am from Austria

Unter dem Motto „I am from Austria“ haben muslimische Jugendliche, mit Kameras ausgestattet, ihren österreichischen Alltag ins Bild gerückt.

*Dieser Beitrag ist im ORF Religionsmagazin „Religionen der Welt“ erschienen. Gestalterin: Nermin Ismail

„Das Kopftuch ist wie ein Piercing“

Unterdrückt, ungebildet, unterwürfig: So stellt man sich eine Frau mit Kopftuch vor – Die Realität sieht anders aus: Viele muslimische Frauen sind gebildet, selbstbestimmt und emanzipiert – und stehen zu ihrem Glauben

Wien – Montag, 18 Uhr, vor der Haupt-Uni. Eine Gruppe StudentInnen unterhält sich angeregt. Durch ihr energisches, selbstbewusstes Auftreten fällt eine von ihnen besonders auf: Asma Aiad, 22-jährige Politikwissenschaftsstudentin. Sie trägt weiße Sneakers, Jeans, eine beige Tunika, eine extravagante Brille – und ein pinkes Kopftuch. Dem Klischee eines unterdrückten „Kopftuchmädchens“ entspricht sie ganz und gar nicht. „Als muslimische Frau mit dunkler Hautfarbe musste ich mich doppelt und dreifach behaupten“, erzählt Aiad. Das habe ihr Selbstvertrauen gestärkt.
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