Freies Lernen und ein Signal für die Gesamtschule

Mit Methodenvielfalt will das GWIKU Haizingergasse die Chancengleichheit fördern

Wien – Die zweite Stunde der 2C im Gymnasium Haizingergasse hat begonnen. Im Pausenraum machen es sich zwei Mädchen am Boden bequem, links von ihnen stehen vier Schüler und besprechen ihre Aufführung bei einer Buchvorstellung. Im hellen Klassenraum herrscht Ruhe, ab und zu ist Geflüster, Geplauder und Gelächter zu hören. Alleine, zu zweit oder in einer Gruppe arbeiten die Kinder an ihren Aufträgen in Mathe, Deutsch oder einem anderen Fach. All das können sie selbst bestimmen, sofern am Übungsblatt nichts anderes angegeben ist.

„Das klappt gut“, erzählt die Klassenlehrerin Brigitte Brauneder. Neben ihr sitzt Markus, der gerade am Computer sein Referat über Astrid Lindgren ausarbeitet. „Es macht viel mehr Sinn, als wenn ich die Tafel vollschreibe“, meint Brauneder. Sie hat die Möglichkeit, sich einzelnen Kindern individuell zu widmen, während die anderen weiterarbeiten. Wichtig ist der Direktorin Renate Knaus dabei die Methodik. „Denn für einen Frontalvortrag, der die Kinder zunehmend nervt, bringen sie auch durch die gesellschaftliche Entwicklung in vielen Ebenen gar nicht mehr die Geduld auf. Die Freiarbeit ist eine adäquate Reaktion darauf.“
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