Fehlentscheidungen und ihre „fürchterlichen Folgen“

Buchrezension. Zehn Thesen zum prekären Verhältnis zwischen dem Westen und der islamischen Welt.

Wien. – „Ihr würdet euch wundern, mit wie wenig Verstand die Welt regiert wird.“ Mit diesem Zitat von Papst Julius II. leitet Jürgen Todenhöfer den Leser in eine erbarmungslose Geschichte ein. Ignoranz sei oft genauso gefährlich wie Bosheit. „Viele Fehlentscheidungen des Westens gegenüber der muslimischen Welt hängen mit der Unkenntnis einfachster Fakten zusammen“, fährt Todenhöfer fort.

Geschämt habe er sich immer wieder bei seinen Reisen im Irak, in Afghanistan und weiteren muslimischen Ländern aufgrund des Unsinns, den westliche Politiker und Publizisten über die muslimische Welt verbreiteten. Mit der Scham könne man leben, doch nicht mit den „fürchterlichen Folgen“, die die politische Führung der westlichen Mächte anrichtet.
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